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Unter dem Motto „Das haben wir noch nie probiert, das wird mit Sicherheit gut“ kamen am 23. Juli 2026 im Kleinen Theater des Bildungszentrums Bodensee-Schule St. Martin Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums, alle Eltern sowie alle Mitarbeitende zusammen, um gemeinsam über die Zukunft ihrer Schule nachzudenken. Im Mittelpunkt der dreistündigen Veranstaltung standen Demokratiebildung, Gemeinschaft, Toleranz und der verantwortungsvolle Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Den Auftakt bildete bewusst der Wert der Utopie. Die Teilnehmenden wurden eingeladen, zunächst frei und „out of the box“ zu denken – ohne Grenzen, ohne Bedenken und ohne die Frage, ob eine Idee sofort umsetzbar ist. Ganz im Sinne des Mottos sollte Raum entstehen, Neues zu wagen und Visionen zu entwickeln. Denn Innovation beginnt dort, wo Menschen den Mut haben, Gewohntes zu hinterfragen.

Beim anschließenden Marktplatz der Ideen wurden die vielfältigen Anregungen gesammelt und thematisch geordnet. Trotz der großen Bandbreite an Themen zeichnete sich ein klares Bild ab: Sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Eltern wünschen sich mehr Beteiligung an der Gestaltung des Schullebens. Genannt wurden unter anderem die Weiterentwicklung der Perspektivwerkstatt sowie stärkere Mitgestaltungsmöglichkeiten bei Bildungsinhalten.

Ein weiteres zentrales Ergebnis war der Wunsch, Theorie und Praxis enger miteinander zu verzahnen. Darin sehen die Beteiligten großes Potenzial für eine Win-win-Situation im gesamten Bildungszentrum, von der alle Schularten und Beteiligten profitieren könnten.

Darüber hinaus entstanden zahlreiche kreative Impulse für den Schulalltag. Diskutiert wurden beispielsweise ein einheitliches „Du“ zwischen Lehrkräften und Lernenden, ein Lehrer-Schüler-Swap zum Perspektivwechsel, eine queere Ansprechperson an der Schule sowie ein flexiblerer Schulbeginn. Auch die Frage, wie Künstliche Intelligenz sinnvoll und verantwortungsvoll in den Unterricht integriert werden kann, spielte eine wichtige Rolle.

Im abschließenden Workshop wurden die Visionen in konkrete Handlungsschritte übersetzt. Im Mittelpunkt standen die sogenannten „Morgen-Taten“. Die Leitfrage lautete: „Was kann ich morgen dafür tun, damit die Utopie ein Stück Wirklichkeit wird?“ Statt großer Zukunftspläne entwickelten die Teilnehmenden persönliche und unmittelbar umsetzbare Beiträge. Damit wurde deutlich, dass Veränderung nicht erst mit großen Reformen beginnt, sondern durch das Handeln jedes Einzelnen im Alltag.

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie viel Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und Gestaltungswille in der Schulgemeinschaft steckt. Aus mutigen Gedanken wurden konkrete Ideen – und aus Utopien erste Schritte auf dem Weg in die Schule von morgen.

Autorin: Katja Jakob
GS SEK I BG GTB

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